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14.06.20 18:00 Uhr: Abendgottesdienst

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05.06.20 14:30 Uhr: Seniorenkreis ( jeden Freitag )

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28.03.20 - 03.04.20

Geistliches Wort zum Sonntag Judika

Unser Leben ist Geschenk und Aufgabe. So lautet die Predigtüberschrift aus einem Vorbereitungsbuch für diesen Sonntag. Und in der Ausführung entdecke ich dann einige Zeilen, die für mich wie für diese Zeit geschrieben sind, obwohl die Autorin Silke Schmidt, als sie es geschrieben hat, noch gar nichts wusste von Corona und der weltweiten Krise. „In Zeiten größter Not sei dreierlei besonders schlimm, haben mir Menschen erzählt: Zum einen die Einsamkeit. Zum anderen die Angst, um das eigene Leben und das der Nächsten. Und zum Dritten das Gefühl: Ich kann nichts tun!“, also Ohnmacht. Einsam sind in diesen Tagen besonders diejenigen, die sich aus Altersgründen oder aufgrund chronischer Krankheiten beson-ders schützen müssen und allein zu Haus sind. Einsam kann man aber auch unter anderen sein, wenn sie meine Sorgen nicht verstehen und auch diese sind in uns ganz unter-schiedlich. Wie lange wird diese Krise noch dauern? Welche Folgen wird sie haben? Und wenn die Krankheitsfälle und auch die Zahl der Toten steigen, wächst die Angst. Wie nah wird den Meinen und mir das Virus kommen, die unsichtbare Gefahr, die mich manchen Menschen schon nicht mehr ins Gesicht schauen lässt, die mich scheu macht? Und was kann ich schon tun? Ich bin keine Medizinerin, ich baue keine Beatmungsgeräte oder Mundschutzmasken. Das alles sind Fragen und Gedanken, die von Sorgen, Not und Leid, von Passionszeit, erzählen. Als Christen sehen wir aber weiter. Wir wissen schon in dieser Zeit um Ostern. Jesus hat auf seinem letzten Weg nach Jerusalem um die kommende Schwere seiner Zeit gewusst und ließ sich nicht einschüchtern. Er hielt an seiner schlichten Wahrheit fest: Gott liebt diese Welt und uns Menschen. Überlegen wir mit diesem Blick, was geht. Zum einen kann ich mich in der Einsamkeit erinnern, dass ich durch die Taufe zu einer großen Gemeinschaft gehöre und untrennbar mit Gott verbunden bin alle Zeit. Lassen Sie sich auch durch unser Glockengeläut daran erinnern. In meiner Angst muss ich nicht sprachlos bleiben, sondern kann die Hände falten und beten. Ich muss meine Sorgen nicht runterschlucken und im Inneren sammeln als Geschwür im Magen oder Druck aufs Herz. Ich habe eine Adresse für meine Sorgen: Gott hört mir zu. Und ich kann etwas tun, jemandem einen Brief schreiben, jemanden anrufen, einen Gruß vor eine Haustür legen und zeigen: Du bist nicht allein und ihr seid nicht allein. Nur Mut! Wir werden Ostern, Auferstehung und auch ein Ende dieser Krisenzeit dies Jahr feiern, wenn auch anders und wenn wir auch noch nicht wissen, wann und wie. Kleine Gesten können aber jetzt schon auf dem Weg dahin große Wirkung haben und die Zahl an Hilfsangeboten und all die kreativen Ideen, die Menschen jetzt für andere entwickeln sind ermutigend und ein Geschenk. Unser Leben bleibt Geschenk und Aufgabe auch in dieser Zeit. Nutzen wir unsere Kraftquelle und unsere Möglichkeiten. Amen. Anke Dittmann, Pastorin in Ratekau Segen Wir gehen in die kommenden Tage im Vertrauen, dass wir auf allen Wegen, die wir zu gehen haben, nicht alleingelassen, sondern begleitet sind von Gottes Segen. Gottes Segen stärke uns und mache uns Mut und erhalte Hoffnung und Frieden unter uns. Amen.


Informationen

Veranstalter: Ratekau
Ort: Hauptstraße 10, 23626 Ratekau